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Archive for November, 2008

Sohhak und die teuflischen Kochrezepte

Sunday, November 30th, 2008

Farangis: Zeichungen und kurze Nacherzählung aus dem Schahnameh von Ferdausi. Die Geschichte der Herrschers Sohhak gekürzt nacherzählt.

In einem kleinen Land hatte jeder Bewohner einen Garten mit Obst und Gemüse aller Sorten.

Keiner aß etwas getötetes aus der Tierwelt.

Als der alte Herrscher in seinem Garten tödlich verunglückte (oder wurde er ermordet?) erbte sein Sohn namens Sohhak, ein verwöhnter gieriger junger Mann, den Herrschaftssitz.

Viele Freunde waren stets um den jungen Herrscher versammelt.

Es kam zur Freundesschar ein neuer junger Mann dazu, der sich dem Herrscher als bester aller Köche anbot.

Anfangs servierte der Meisterkoch leckeres Essen aus Eiern. Dann etwas aus kleinen Vögelchen, danach Gänse und Enten, fein gewürzte Schweinchen und

der junge Herrscher und seine Freundesschar vergaßen, dass sie begonnen hatten getötete Tiere zu essen.

Eine große Freundschaft entwickelte sich zwischen Herrscher und Meisterkoch. Zum Siegel dieser Freundschaft bat der Koch darum, dem Herrscher die Schultern küssen zu dürfen. Wie gern erfüllte der junge Herrscher so einen bescheidenen Wunsch seines Meisters, denn die Lust des Kochs am guten Essen erschien ihm als die größte Freude im Leben.

Danach geschah schreckliches mit dem schönen Körper des jungen Herrschers! Je eine schwarze Schlange kroch aus seinen Schultern. Sie öffneten ihre Mäuler gierig nach Futter. Sie peinigten ihn weil sie alles übliche Futter für Schlangen verweigerten.

Der junge Herrrscher holte Ärzte und alle möglichen Ratgeber zu sich. Keiner konnte helfen bis auf einen Ratgeber,

der empfahl junge Männer zu töten, ihre Gehirne rauszutrennen und daraus die Mahlzeiten für die Schlange zuzubereiten.

Nun waren die Schlangen beruhigt, doch sie waren nun fest verwachsen mit dem Herrscher.

Gleichzeitig veränderte sich der junge Herrscher nicht nur äußerlich. Sein Charakter wurde grausam und brutal, sein Volk fürchtete sich vor ihm. Er verwickelte die Menschen in barbarische Kriege und sein Lebensende war ein qualvoller Tod.

Hier ist ein Link auf meine Sohhak-Seiten.  Und hier sind einige Kochrezepte (PDF).

Mama Noel

Wednesday, November 12th, 2008

Irgendwie ist da etwas ungerecht. Das denke ich, wenn ich jedes Jahr den Weihnachtsmann – auch Papa Noel genannt – in allen Variationen vorgeführt bekomme. Wo ist die Weihnachtsmännin? Wo ist Mama Noel? Mit feministische Lanze will ich hier nicht streiten, sondern mit geht es um die Balance in unserer Gesellschaft.

Da ist also der behäbige Weihnachtsmann mit weißem Vollbart, der recht gütig in die Welt guckt, doch Vorsicht: hinter seinem Rücken könnte er eine Rute halten und damit schnell böse Kinder schlagen! Dann hat er einen Sack, worin man schöne Geschenke und Süßigkeiten vermutet. Doch auch da ist Vorsicht angesagt: er hat auch schon mal böse Kinder in den Sack gesteckt.

Jetzt ist endlich die Balance hergestellt und die Mama Noel begrüßt das Weihnachtsfestpublikum. Sie hat keine Rute zu verbergen und zeigt sich in fröhlicher Nacktheit. Einen schweren Sack schleppt sie auch nicht. Trotz unsportlichen Körper ist sie sehr beweglich wenn sie den Weihnachtsbaum als Turnpartner benutzt. Die Freude am Leben ist das, was sie uns in dunklen Wintertagen vermittelt. Ist das nicht auch eine Sußigkeit, ein Geschenk?

Aber, aber – eines nehme ich ihr übel, dieser Mama Noel: warum turnt sie mit abgesägten Bäumen, gesteckt in Baumständer, so lustig herum? Auch Mama Noel sollte dann und wann mehr nachdenken wenn es um Weihnachtsfreuden geht. Denn im Wald, woher ihr Baum kam, ist auch eine Balance gestört.

Siehe dazu auch bei unserem Shlop: Mama Noel nochmal in größer.