Archive for the ‘Verdichtet’ Category
Wednesday, July 7th, 2010

In das Land der MITTAGSHITZE
bin ich schattenlos gesetzt
meine zarten Daunenflügel
sind versengt und ausgefallen
in groben Stricken eingenetzt
über Liebesglitzersteinen
fließen träge schwarze Fluten
tragen früh verblühte Rosen
jung vermählte Menschenpaare
Fallenstellers Beuteleichen
Dichterbücher eingefetzt
Mondenlied – ich wollt es singen
hat ein Sonnenblitz verletzt
Dieses Gedicht ist erschienen in der Edition Farangis im zweiten Band der dritten Lyrikreihe: Weltenrätselbaum http://edition.farangis.de/lyrik_3/?id=weltenraetselbaum
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Monday, October 5th, 2009

Farbenlehre, ein Büchlein das aus 6 Drucken und 6 Texten in einer CD-Hülle besteht. Die Texte und Bilder stammen von Farangis.

Rosa Morgen
Rosa Wangen
Rosa Himmel
unverhangen
Rosarot
schneeweißchenweiß
Märchenfrauen
Wangen heiß
Rosa
geht kein Tag
zu Ende

Grüne Baume
Grüne Männchen
Goethes Lob
für grüne Soße
Grün Grün Grün
sind alle meine Kleider
weil mein Mann
kein guter Jäger ist
und mein Reh
erschießt

Blaue Augen
hat mein Kater
sieht
am blauen Himmel
Amseln
sieht mich an
so blau
sieht mich an
so schlau

Lila Dome
Lila Priester
Lila Röcke
Lila lalum
Lila liest er
Lila Frauen
in den Mischen
zu den Kir-kü-
Kindern kriechen

Bunter Hund
frisst
nur Gemüse
Doktor sagt
das geht nicht gut
Bunter Hund
pinkelt an Autos
Herrchen
haben ihre Wut
Bunter Hund
ist kerngesund

Gelbe Helle
Nina rockt
in Rockerhöhle
Gelber Blick
schlägt ins Tabu
peitscht ein
deutsches Wortgewitter
grelles Gellen
Gelblichthölle
wie das pengt
da hör ich zu
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Wednesday, April 15th, 2009

Die Gedanken sind frei – Gott sein Dank – aber warum habe ich so pausenlos Gedanken?
Höre ich das Wort LIEBE – ich denke. Höre ich einen Hund bellen – ich denke. Höre ich ein Auto bremsen – ich denke. Höre ich den Wetterbericht – ich denke. Sehe ich das Bild eines Politikers – ich denke. Lese ich eine Statistik – ich denke. Sehe ich den vollen Einkaufswagen einer Supermarktkundin – ich denke.
Würde ich alle meine Gedanken aussprechen, wäre das ein laufender Redefluß von morgens bis in die tiefe Nacht.


Ich denke nach
ich denke vor
mal denk ich solo
mal im Chor
ich denke schwarz
ich denke blau
ich denk als Mann
ich denk als Frau
ich denke weich
ich denke hart
ich denke am Ziel
ich denk beim Start
ich denk im Dunkeln
ich denk im Licht
bin ich verliebt
dann denk ich nicht
ich denke hoch
ich denke tief
ich denke, denke, denke
bis mein Stern mich rief.



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Wednesday, October 1st, 2008


Dunkelheit erscheint bedrohlich. Kinder fürchten dunkle Räume und die Erwachsenen unterstützen das. Noch gibt es die Erziehungsmethode als Bestrafung das Kind in Dunkelheit einzusperren.
Die Helligkeiten, die Sichtbarmachung beflügelt Wissenschaftler im Universum die dunklen Löcher, die schwarze Materie zu erforschen.
Viel Potenzial an Fantasie entsteht im Dunklen. Der jetzige Mangel an Fantasie, was auch bedeutet kreativ zu denken, Visionen zu haben, wird in vielen Bereichen beklagt.
Warum wurde von jeher in Tragödien der Antiken Welt von „blinden Sehern“ erzählt?
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