Teufel besucht das Paradies

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Farangis Yegane:
Eine freie Nacherzählung einer Geschichte Fariduddin Attars (ca. 1136 – 1221)

Teufel besucht das Paradies

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Gott hatte das Paradies erschaffen, diesen Platz für die Menschen, wo sie sich stets am glücklichsten fühlen könnten. Der von Gott verstoßene Engel, der zum Teufel Iblis wurde, war von großer Neugier geplagt, warum ihm von Gott strengstens verboten wurde den Garten Eden, das Paradies, zu keiner Zeit zu betreten. Der Eingang wurde eifrig bewacht von einer klugen Schlange und einem Pfau von großer Schönheit.


 

Mit seinem Scharfsinn versuchte Iblis die beiden Paradieswächter zu überlisten, um endlich diesen geheimnisvollen Ort zu erkunden. Wie ein liebenswürdiger hübscher Engel verkleidet begrüßte er täglich die beiden Wächter, bewunderte die Schönheit des Pfaues und die Klugheit der Schlange, was die beiden Tiere sehr erfreute. Da ihr Wächterdienst oft sehr langweilig war, gefielen ihnen die lustigen Gespräche mit Iblis. Dieser konnte seine Neugier kaum bändigen, endlich einmal ins Innere des Paradieses zu gelangen, das noch nicht einmal von einem Engel besucht werden durfte. Die Schlange und der Pfau waren sehr treue Diener Gottes und hatten kein Mitleid mit dem Neugierigen.


 

Wieder einmal versuchte Iblis die Wächter zu erweichen. Trickreich verwickelte er nun den einen Wächter in ein Gespräch und begann mit der Schlange. Iblis und die Schlange erzählten sich gegenseitig Geschichten über die Schlauheiten und Tricksereien und jeder hielt sich für das klügste Lebewesen. Der schöne Pfau fand solche Unterhaltungen ziemlich albern, weil das Reden über Schönheit für ihn das wichtigste war. Vom vielen Sprechen fühlte er sich ermüdet und setzte sich in eine Ecke des Paradieseinganges, um etwas zu schlafen. Er fühlte sich sicher, dass die Schlange alles unter Kontrolle hatte.


 

Mit Raffinesse schmeichelte Iblis der Schlange, indem er ihr zutraute schlauer als Gott zu sein. Nun eröffnete er seinen Plan: Iblis könne sich ganz klein machen und die Schlange könnte sich ihr Maul ganz groß machen. Dann wird sich Iblis in ihrem Maul verstecken und – schwups – wären dann beide im Paradies. Wer will nicht schlauer sein als Gott? Also tat die Schlange was Iblis vorschlug.

Jetzt war der Teufel endlich im Paradies angekommen und stand neben Adam um Eva. Es überraschte ihn sehr, dass das Pärchen so gelangweilt auf Gottes herrliche Schöpfung schaute. Alles war reichlich vorhanden, alles so friedlich, alles so ungestört im eigenen Lebensrhytmus, alles war in sich selbst glücklich. Schließlich begannen sie zu jammern über das Leben im Paradies. Vieles wäre hier nicht vorhanden was den Menschen gefällt und von Nutzen ist. Iblis ärgerte sich über die Undankbarkeit und Unzufriedenheit von Adam und Eva und fragte, wie sie sich ein Paradies vorstellen. Beide wollten unbedingt etwas anderes und dazu müsse vorher alles verändert werden. Es sollten die Tiere hier nicht alle frei herumwimmeln, sondern in einer kleinen Ecke des Gartens wohnen und auch leichter einzufangen sein. Einige davon sollten ihre braven Diener werden. Manche wären schon recht nützlich geworden, wie z.B. Esel, Kühe, Hühner, Hunde. Gott hatte doch den Menschen als Krone der Schöpfung bezeichnet, und deshalb dürften sie sich die Schöpfung mit allem Reichtum zum Untertan machen.


 

Mit wieviel Liebe und Hoffnung hatte Gott das erste Menschenpaar erschaffen. Alle seine Engel versammelte er, damit die dieses Werk seiner Schöpfung anschauen, sich vor den zwei Menschen beugen und sie stets hoch verehren sollten.

Damals hatte Iblis als einziger Engel diese Menschenverehrung verweigert und damit Gott gewaltig erzürnt und wurde aus dem Himmel verstoßen. Ab dieser Zeit endete sein Engeldasein und begann sein Weiterleben als Teufel Iblis. Hier im Paradies erkannte er, dass er damals der klügste aller Engel war und seine Klugheit jetzt in seinem Teufeldasein steckte.


 

Der Garten Eden und seine zwei menschlichen Bewohner sind für Iblis jetzt kein Geheimnis mehr, das ihn stets so neugierig gemacht hatte. Die Schlange war treu an seiner Seite geblieben. Sie öffnete jetzt wieder ganz weit ihr Maul, der Teufel machte sich ganz klein und – schwups – schon hatten beide das Paradies verlassen. Adam und Eva waren so beschäftigt mit ihren Ideen das Paradies zu verändern, dass sie nicht einmal sich Gedanken um diesen merkwürdigen Besucher machten, wo der herkam und wo der hinging. Nicht im geringsten veruteten sie, dass die gerade vom Teufel besucht wurden. Der schöne Pfau hatte nichts von dem Unternehmen des Teufels und der Schlange gesehen und gehört. Nach seinem Erwachen beschäftigte er sich wahrscheinlich gleich wieder mit seiner Schönheit.

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Der Engel, der zum Teufel wird

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Ich bin auf die Erzählung aufmerksam geworden über das Buch: Das Denken beginnt mit dem Lachen: Die unsterbliche Kultur des Iran von Manuchehr Jamali und Gita Yegane Arani-May, das als freier Download von hier abgerufen werden kann.

Farangis Yegane: Eine freie Nacherzählung einer Geschichte Fariduddin Attars (ca. 1136 – 1221)

Der Engel, der zum Teufel wird

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In seiner Schöpferwerkstatt erschuf Gott mit großem Arbeitseifer aus dem Chaos die Welt als herrliches Paradies, das mit viel Lebenskraft begann.


 

Um den Schöpfergott hatte sich seine Engelschar versammelt und bestaunte die Erschaffung herrlicher Blumen und Bäume, dann die vielen großen und kleinen Tiere, die konnten fliegen, schwimmen, laufen, hüpfen, krabbeln und kriechen, und jedes Tier hatte seine eigene Sprache.

Abschließend gab es den Schöpfungstag für den Menschen, der ein Mann und eine Frau werden sollte, geformt aus feuchter Erde, schön geknetet, ausgestattet mit unterschiedlichen Merkmalen.

Die Menge der zuschauenden Engel war in Spannung, doch Gott wollte bei dieser Erschaffung keine Zuschauer. Ein besonderes Geheimnis, ein wichtiges Mysterium, sollte im Menschen eingefügt werden, unsichtbar und tief verborgen. Bei diesem Akt sollten alle Engel sich beugen und ihre Blicke bei der wichtigen Handlung von Gott abwenden.


 

Es war da ein Engel, auch Iblis genannt, den plagte die Neugier und der Drang, das göttliche Geheimnis zu erfahren. Trotz des Verbots beugt er sich nicht, hob seinen Kopf und schaute, was der Schöpfergott den Menschen in sein Innerstes einpflanzen wollte.

Als Gott sein Werk vollbracht hatte und das Menschenpaaar vor sich aufstellte, war er sehr stolz über seine Leistung. Jetzt befahl er seiner Engelschar sich voller Ehrfurcht zu verneigen und die Menschen als Krone der Schöpfung zu verehren.

Dieses Gebot Gottes verärgerte den Engel Iblis gewaltig und er verweigerte sich dem Befehl. Er dachte: diese zwei Menschen, was sind sie denn für besonders wertvolle Geschöpfe? Da hätte er lieber sich verneigt von dem wunderschönen Vogel, der herzergreifend singen konnte. Oder er hätte sich verneigt vor der kleinen braunen Katze mit ihren großen Augen, die so geheimnisvoll und weise ihn anblickte. Auch hätte er sich lieber vor dem großen Apfelbaum verneigt, der voller reifer Äpfel dort hinten stand und ihn rief, seine süßen Äpfel zu probieren. Dass der Schöpfergott aber befahlt diese zwei Menschen zu verehren, erschien dem Iblis total ungerecht.

 

 

Gott empörte sich maßlos über den Ungehorsam seines Engels und verstieß ihn aus der Engelschar und warf ihn aus seinem Himmel – für immer und ewig. Ein so widerspenstiger Engel sollte von nun an für alle Menschen als böser Teufel bezeichnet werden.


 

Ab diesem Geschehen wird es für diejenigen Menschen ein großes Problem, die wie Iblis sehr wissbegierig sind, die alles selbst erforschen wollen ohne göttliche Anleitungen und seine Gebote analysieren und bezweifeln. Diejenigen Menschen, die immer wieder selbst nach Wahrheiten suchen und nach neuen Erkenntnissen, diese Menschen hasst nicht nur der Schöpfergott, auch Menschen mögen nicht deren Eigenschaften. In den Familien werden oft schon kleine Kinder beschimpft: sei nicht so neugierig, frage nicht dauernd, das nervt mich!

Doch immer wieder werden so kleine teuflische Engelchen geboren, und manche davon enden später in Folterkammern oder am Galgen.


 

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Das Teufelskind

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Farangis Yegane: Eine freie Nacherzählung einer Geschichte Fariduddin Attar ‘s (ca. 1136 – 1221)

Das Teufelskind

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Im großen Paradiesgarten Eden saß Eva unter dem Apfelbaum und beobachtete die vielen fröhlichen Tiere. Manchmal kamen Tiermütter mit ihren Kindern und Eva streichelte die Tierkinder.

Adam spazierte am liebsten im Paradiesgarten herum. Er zählte dann alle Tiere und Bäume und die verschiedenen Pflanzen. Gerne unterhielt er sich dabei mit Gott und ließ sich von ihm sagen was ein Mensch darf oder nicht darf. Gott sprach öfter von dem Teufel, der für Menschen sehr gefährlich ist. Adam soll gut aufpassen, da der Teufel nicht in den Paradiesgarten darf. Adam wußte nicht wie ein Teufel aussieht. Er kontrollierte aber das ganze Gelände ob sich da ein Teufel versteckt.

Wieder einmal saß Eva unter ihrem Lieblingsapfelbaum als plötzlich ein schöner Mann mit einem Baby auf seinem Arm vor sie trat. Er fragte Eva, ob sie vielleicht so lieb wäre für eine kurze Zeit das Baby nehmen und versorgen könne. Leider war Adam in dem Moment unterwegs im Paradisgarten alles zu zählen und alles zu kontrollieren. Weil Eva so eine liebe Frau war und das Baby so niedlich und der Mann so schön und freundlich war, nahm sie das Baby an sich.


 

Nun kehrte Adam nach seinem Rundgang im großen Paradiesgarten zurück zu Eva. Da sieht er mit Erschrecken, dass Eva ein Baby im Arm hält und mit großer Freude das Baby küßt und liebkost. Adam schreit Eva an: „Du dumme Frau! Du hältst das Kind des Teufels in deinen Armen! Wieso hast du dir das Teufelskind geben lassen! Gib es sofort her!”

Eva machte erstaunte Augen und gab es Adam. Sie hätte gern das Baby behalten. Adam packte das Teufelskind unter seinen Arm und ging hinter dichte Sträucher wo ihn Eva nicht sehen konnte, nahm ein scharfes Beil und zerhackte das Teufelskind in viele kleine Stücke.

Nach einiger Zeit als Eva sich allein mit den Tieren vergnügte, da kam der schöne Mann und wollte sein Baby zurückhaben. Eva wollte nicht richtig daran glauben, dass dieser schöne Mann ein Teufel ist und sagte ihm, dass Adam sein Baby weggebracht hatte. Da pfiff der Teufel plötzlich. Das hörte sich an wie das Pfreifen eines Hundebesitzers nach seinem weggelaufenen Hund. Und siehe da: das Baby lag vergnügt und unbeschädigt vor seinen Füßen. Er nahm es an sich und Teufel und Teufelskind waren sekundenschnell verschwunden ohne dass Adam davon erfahren hatte.


 

Es waren herrliche Zeiten im Paradiesgarten, nichts beunruhigte die Beiden. Adam glaubte das Problem mit dem Teufel sei erledigt, obwohl er in seinen Unterhaltungen mit Gott von diesem oft hörte, er solle den Teufel fürchten. Wahrscheinlich sagte er Gott nicht, dass seine dumme Frau sich nur kurz mit dem kleinen Teufelsbaby beschäftigt hatte. So ein Baby kann doch nichts Böses tun. Schließlich hatte er es beseitigt.

Da Adam und Eva ein sorgenloses Leben im Paradiesgarten führten, hatten die schnell diese Teufelsbegebenheit vergessen.

Wieder einmal saß Eva unter ihrem Lieblingsapfelbaum, hatte schöne Blumen geplückt und war damit beschäftigt sich davon einen Kranz für ihr Haar zu flechten. Plötzlich erschien der schöne Mann mit seinem Baby. Eva hatte in sich ein komisches Gefühl. Sie schaute um sich, ob Adam nicht in der Nähe ist, denn sie wollte ein bißchen mit dem schönen Mann plaudern und das süße Baby anschauen, eben nur ein wenig, und dann den Teufel fortschicken. Der schöne Teufelsmann fragte Eva, ob sie für kurze Zeit noch mal auf sein Baby aufpassen könne, eben nur für kurze Zeit. Evas Herz erwärmte sich als das Baby seine kleinen Arme ihr entgegen streckte. Als sie es in ihren Armen hatte, war sofort der Teufel verschwunden.

Adam betrachtete gerade wie ein stolzer Steinbock auf einen großen Stein kletterte, als er ein Geräusch hörte wie das Lachen eines Kindes. Voller Wut ging er dem Geräusch nach und bei Eva angekommen was sah er da? Schon wieder das Teufelsbaby auf Evas Schoß! „Was hast Du getan, du unbelehrsame Frau!” Er riss das Kind an sich und verschwand damit. Eva gefiel es garnicht, dass ihr das Baby, so ein niedliches Spielzeug, weggenommen wurde. Adam überlegte wutentbrannt, wie er ein für allemal das Baby vertilgen könne. Er plante es zu verbrennen. Also entzündete er ein Feuer, schichtete reichlich Holz darauf und warf das lachende Baby ins Feuer. Nachdem er abgewartet hatte dass es restlos verbrannt war, sammelte er Asche und Knochen und verstreute alles kreuz und quer im Paradiesgarten.


 

Nach seiner Rückkehr zu Eva schimpfte er heftig mit seiner Frau. Eva hatte sich längst mit dem Verlust agbefunden und lief fröhlich in Richtung einer Fuchshöhle, woraus gerade drei junge Füchse hervorkrochen und dann zusammen spielten.

Adam hatte zu prüfen, ob schon reifes Obst an einigen Bäumen war, damit es Eva pflücken könne.

Er entfernte sich für einige zeit von ihr was der Teufel gut beobachtet hatte. Da stand er plötzlich vor ihr und wollte sein Baby abholen. Eva sagte dass es kein Baby mehr gibt und er solle schnell verschwinden. Wieder pfiff der schöne Mann und wieder lag das kleine Kind vor seinem Vater. Der nahm es und verschwand in Windeseile ehe Adam zu Eva zurückkehrte.

Im Paradiesgarten ging alles seinen Alltagsgang, nirgends Probleme, viel Freude und Sonnenschein. Adam war besonders stolz schlauer als der Teufel zu sein. Er unterhielt sich gern mit Gott, erzählte aber nicht diese Geschichte mit dem Teufelskind. Schließlich war er ganz allein damit fertiggeworden. Allerdings gefiel ihm überhaupt nicht, dass seine Eva zuviel sich um die Tierbabies kümmerte. Schließlich sind die Tiermütter doch hundertmal schlauer als seine dumme Eva, die ein Teufelskind so gut pflegte wie ein Tierkind.

Eigentlich hatten Adam und Eva den Besuch des Teufels fast vergessen. Darauf wartete der schöne Bösewicht und er begann seine Raffinesse zum Höhepunkt zu steigern.

Wieder so ein herrlicher Tag im Paradiesgarten. Ringsum blühte es und duftete, Vögel zwitscherten, allerlei Getier blökte, muhte, bellte, kreischte, meckerte, quiekte vor Freude. In so freudiger Stimmung wollte sich Adam ein Stündchen mit Gott unterhalten. Eva war nicht so an diesen Gottesgesprächen interessiert weil Gott so viel sagte: du darfst nicht, du musst, du kannst nicht, du bist klein und ich bin groß. Sie sprach lieber mit den Vögeln und verstand diese besser als die grummelige Sprache von Gott. Jetzt lernte sie sogar die Bäume verstehen, die sprachen mit Hilfe ihrer Blätter und dem Wind. Und in das alles platzte nun der schlaue Teufel.

Adam hatte alles um sich vergessen als er sich so eifrig mit Gott unterhielt. Gott sprach wieder davon, dass der Teufel ein ganz raffinierter Kerl sei, doch Adam fühlte sich stark genug mit dem Teufel fertig zu werden. Eva hatte unterdessen auch die Geschichte mit dem schönen Mann und dem Baby vergessen. Gerade hörte sie einen Kuckuck rufen und es klang so als ob er sehr aufgeregt wäre. Eva schaute um sich, ob es etwas aufregendes im Garten gäbe und da, sie traute ihren Augen nicht, war wieder dieser schöne Mann mit seinem Kind. Das Baby quiekste vor Freude als es Eva sah und reckte sich Eva entgegen. Wieder betörte das Baby ihre Sinne und ließ sie vergessen, dass hier der Teufel vor ihr stand. Der Bösewicht hatte so eine angenehme weiche Stimme, nicht so grummelich wie Gottes Stimme. Ganz zärtlich klang es, als er Eva bat noch einmal für kurze Zeit sich um sein Baby zu kümmern.

Es ging alles so schnell, denn kaum hatte Eva etwas begriffen, lag schon das lachende Baby in ihren Armen und der Teufel verschwand spurlos.

Gott hatte gerade Adam ermahnt er solle sich nicht für so schlau halten und daran denken, dass der Teufel mit allen Tricks sich Menschen nähert. Da Adam Gottes Ermahnungen nicht so gern hörte, gedachte er zu seiner Eva zurück zu kehren und etwas Lustiges zu machen. Er lief in Richtung des Apfelbaumes den Eva besonders liebte und hörte ihre Stimme. Mit wem sprach sie denn? Dann hörte er das teuflische Babygequike. Der Schreck lähmte seine Glieder und er glaubte seni Herz würde vor Wut platzen. Und dann rannte er so schnell er konnte zu Eva: „Du Wahnsinnige! Was hast du getan! Ich sollte dich zerhacken wie ich das Teufelskind zerhackte!” Mit aller Kraft entriß er ihr das Kind. In die äußerste Ecke des Paradiesgartens floh er mit dem kleinen Teufel und tötete es mit aller Kraft. Jetzt musste es entgültig beseitigt werden. Aber wie?

Er überlegte wie er schleuer sein könne als der Teufel und entwickelte einen grausamen Plan: Ich werde das Kind in schöne Stücke zerteilen und werde diese zusammen mit Eva verspeisen und damit gibt es kein Kind des Teufels, denn das haben Adam und Eva verschlungen.


 

So kochte Adam eine sehr appetitliche Suppe in der Gartenecke. Er brachte sie zu Eva, die sich freute wie gut die Suppe roch und schmeckte. Beide löffelten die Suppe und verspeisten sie restlos. Beide waren davon so satt und müde geworden, dass sie sich gleich unter Evas Apfelbaum legten und einschliefen. Nach diesem süßen Schlaf erfolgte ein böses Erwachen, denn nun kam das Ende eines fröhlichen und unschuldigen Lebens für Adam und Eva in ihrem Paradiesgarten Eden. Als beide erwachten, stand der Teufel plötzlich vor ihnen. Er lachte so laut, dass es durch den ganzen Garten schallte: „Ihr harmlosen Dummköpfe! Was wißt ihr von meiner Listigkeit in meinen Plänen. Jetzt habt ihr mein Baby für immer und ewig in euch und es wird immer ein Teil von mir bleiben. Es wird euch befehlen was ich will. In allen Lebenslagen tragt ihr das Teufelsbaby in euch. Ihr seid wahrhaft harmlose Dummköpfe die in einem Paradiesgarten Eden leben!” Das sagte der Teufel und verschwand. Aber des Teufels Kind würde in Adam und Eva niemals mehr verschwinden.

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